Man sollte anderen keine Arbeit machen ….

…. und wenn doch, wenn ich z.B. um 23 Uhr im Supermarkt einen Regaleinräumer, der sichtlich lieber etwas anderes machen würde als das was er gerade tut, mit einer Frage belästige, dann möchte ich ihm zumindest irgendwie deutlich machen, dass ich die Situation genauso peinlich finde wie er, vielleicht mit einem visitenkartengroßen Flyer mit diesem Inhalt.

queer normal machen

Ein Kommentar zu Charlies Blogpost Kartenhaus der Normalität

Es ist interessant, über Normalität nachzudenken. Erster Reflex: „Normal“, also durchschnittlich, wer will denn das schon sein – ich jedenfalls nicht, ich bin besser, nämlich überdurchschnittlich! Zweiter Reflex: ich will ganz „normal“ dazugehören, und nicht als Andersartiger eine Sonderrolle spielen müssen. Und damit beginnen die Probleme: mir wird von den Anderen Weiterlesen

Die queere Lichtung im Wald der Hetero-Dominanz

Ein Kommentar zu Charlies Blogpost Heten, Cissys, Stinos – Der Mittelpunkt der Welt

Ich bin kein „queerer Mensch“. Der Vorteil des Queer-Begriffes wäre eben gerade der Verzicht auf die Schubladen-Identitäten wie schwul oder lesbisch. Das Queere, das Schräge ist norm-übertretendes Verhalten, es ist eine über die Norm hinaus gehende Emotionalität, aber es ist keine andersartige Menschensorte. Queerness ist die Option, das Leben Weiterlesen

Bedingungsloses Grundeinkommen – ein Kapitalismus-kompatibles Modul mit kommunistischen Nebenwirkungen

Veröffentlicht in „contraste“ April 2015

Soziale Bodenlosigkeit – dies ist die allgemein als natürlich und alternativlos geltende Rahmenbedingung unserer kapitalistischen Arbeitsgesellschaft. Wer sich – sei es im Job, sei es im Jobcenter – nicht bemüht (und nicht zufällig Vermögen hat, oder vermögende Angehörige), fällt ins Bodenlose.

Jedoch ist dieser Verdienst-Extremismus kein unabänderlicher und ewiger Naturzustand, sondern eine absichtsvoll hergestellte Drohkulisse: Jeder Job sei besser als Hartz IV. Weiterlesen

Sex und Freundschaft

Ein Gastbeitrag für den Blog von Queergeist

Hier das PDF

Es ist weit verbreitet, die zwei Sphären Sex und Freundschaft getrennt zu halten. Das Edle einer Freundschaft solle nicht in die unreinen Niederungen des sexuellen Trieblebens herabgezogen werden. An einer Freundschaft schätzen wir Verlässlichkeit, Unterstützung und Beistand, die geistig-gedankliche Inspiration, die offenen Türen, die Beziehungen. Dagegen würden die Wirrungen und die starken emotionalen Irritationen, die das Sexuelle mit sich bringt, das Konstante und Gleichmäßige einer Freundschaft gefährden. Weiterlesen