Being economically independent; authoritarian merit morality inhibits a UBI on individually undeserved basis

Abstract für BIEN 2014; http://biencanada.ca/congress/

Standing on your own two feet independent of any government aid: a simple claim of economic liberalism which, at the same time, constitutes a duty for the liberated. The current notion of liberation from traditional constraints does not include liberation from the necessity to earn one’s own basic income. On the contrary, in economic liberalism income is only received if effort is exerted in the marketplace. In accordance with such ethics, a social system of repressive workfare is now exerting pressure on individuals by means of existential threat. Standing on your own feet means, for many people who have to offer their labour, an undignified working life and a race to the bottom: unattractive dead-end-jobs, lack of freedom and a working life in a position of subordination; exploitation, poverty and poverty-induced health risks. Not to mention the destabilizing economic consequences of this constraint: decreasing demand and recession.

The success of this repressive nature of economic liberalism can be explained by a widespread disinclination towards freedom, which has been investigated under the label of „authoritarian personality“. Better understanding of current manifestations of this authoritarian personality would be very helpful to social progress.

Social progress would mean creating conditions which offer some augmentation of available options in life and allow all people to develop their personality freely. Conditions comprising a UBI could finally fulfil the liberal promise of freedom. The UBI must be earned by society; however, on an individual basis it need be neither earned nor even deserved by its recipients.

 

 

Wirtschaftlich unabhängig sein müssen; autoritäre Verdienst-Moral verhindert ein – individuell unverdientes – BGE

Die wirtschaftsliberale Gerechtigkeitskonzeption zielt darauf ab, dass die Menschen unabhängig von staatlichen Transfers wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen können – und dies auch müssen. Die Idee der Befreiung, der Befreiung von überkommenen kulturellen und religiösen Zwangsjacken, erstreckt sich hier nicht auf die Möglichkeit der Befreiung vom Zwang, ein Einkommen verdienen zu müssen. Im Gegenteil, im Wirtschaftsliberalismus gibt es Einkommen nur gegen erbrachte Leistung am Markt. Dazu gehört ein unfreier Workfare-Sozialstaat, der auf Druck und Drohung setzt. Wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen zu müssen, bedeutet für viele Arbeitskraftanbieter ein unwürdiges Arbeitsleben in der Unterbietungskonkurrenz: unattraktive Sackgassen-Jobs, Unfreiheit und Hierarchien im Arbeitsleben, Ausbeutung, Armut und die mit Armut verbundenen Gesundheitsgefahren. Hinzu kommen die destabilisierenden volkswirtschaftlichen Folgen dieses Zwanges: Nachfragerückgang, Konjunktureinbrüche.

Der Erfolg dieser repressiven Seite des Wirtschaftsliberalismus ist auch zu erklären mit einer weit verbreiteten freiheitsfeindlichen Haltung, die als „autoritärer Charakter“ erforscht worden ist. Eine Erkenntnis der gegenwärtigen Erscheinungsformen dieses autoritären Charakters ist für den gesellschaftlichen Fortschritt sehr wichtig.

Gesellschaftlicher Fortschritt wäre eine Regulierung des Kapitalismus, die auf die Erweiterung der Lebensoptionen, auf allgemeine freie Entfaltung setzt. Eine Regulierung, die ein BGE enthält und damit das liberale Freiheitsversprechen erst wirklich einlöst. Es ist trivial, dass das BGE gesellschaftlich erwirtschaftet werden muss. Es muss aber nicht individuell von allen verdient werden.

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